Streicheln und Reden
Es gibt Katzen, die durch
irgendwelche Umstände "verhaltensauffällig" geworden sind. Das kann sich äussern
durch übermässiges Kratzen, aggressives Beißen, Unsauberkeit, Furcht und Panikattacken
und vieles mehr.
Diese Katzen haben vielleicht
in der Vergangenheit sehr schlechte Erfahrung mit Menschen oder auch anderen
Tieren gemacht, sie verloren oft gänzlich das Vertrauen in Andere und es ist
schwer bis unmöglich solche Tiere aus dem Tierheim/Tierschutz zu vermitteln.
Die Tiere gehen kaum auf einen zu oder legen ein eben sehr aggressives Verhalten
an den Tag. Viele Menschen, die gerne eine Katze möchten, sagen aber bei so
einem Tier "Sowas mag ich nicht".
Dabei kann die Katze nichts
dafür, sie wird nicht so geboren, sie wird dazu gebracht so zu reagieren. Und
ich habe, an meinem eigenen Kater MickeyMouse eine Methode gefunden, wie es
möglich ist, einem solchen Tier das Urvertrauen wiederzugeben und die Angst
zu nehmen.
Die Methode ist eigentlich
ganz einfach und von jedermann durchführbar, vorausgesetzt er bringt genug Geduld
& Liebe zu dem Tier mit. Es hat auch wenig mit Psychologie zu tun, ich setze
einfach auf Zuwendung, Liebe & Berührung. Das ist nämlich genau das, was jedes
Lebewesen neben Nahrung und Wasser am lebensnotwendigsten benötigt. Und viele
Katzen erfuhren das Gegenteil und an meinem Kater MickeyMouse habe ich gesehen,
dass man solchen Tieren durchaus Lebensfreude & Mut wieder geben kann, wenn
man nur genug Geduld hat.
"Anleitung"
- Bestrafen Sie die Katze
niemals, wenn sie gerade beißt, kratzt, unsauber ist oder irgendeine anderes
"auffälliges" Verhalten an den Tag legt.
- Schreien Sie die Katze
auch niemals an, egal in welcher Situation.
- Beginnen Sie mit der "Therapie" anfangs immer, wenn das Tier schläft. Wenn Ihre Katze schläft,
streichen Sie ihr langsam und ganz sanft, fast nicht spürbar über den Rücken
und reden Sie dabei leise und ruhig mit ihr. Sagen Sie ihr, dass Sie bei Ihnen
sicher ist und bei Ihnen bleiben darf und
wie sehr sie sie lieben.
Steigern Sie das
dann mit der Zeit (1-2 Wochen), streicheln Sie sie deutlicher, mehr spürbar,
reden Sie weiter mit ihr. Sie können jetzt mit den Berührungen auch anfangen,
wenn die Katze wach ist, sie wird sich Ihnen nun nicht mehr entziehen oder
weggehen (falls sie das sonst getan hätte). Sie wird es nun aufnehmen und
geniessen, wenn auch anfangs noch mißtrauisch. Doch durch das Streicheln im
Schlaf, haben Sie ihr suggeriert, dass es Geborgenheit bedeutet, von Ihnen
angefasst zu werden und wenn Sie mit ihr reden.
- Wenn Ihre Katze einen "Beißanfall" hat oder extrem aggressiv ist, reden Sie mit ihr, begeben Sie
sich auf die selbe Ebene mit Ihr, knien Sie sich ggf. auf den Boden, sehen
Sie ihr aber nicht direkt in die Augen sondern blinzeln Sie häufig (Blinzeln
vermittelt Katzen das Gefühl von Freundlichkeit-Artgenossen blinzeln sich
auch an wenn sie friedlich gestimmt sind).
Sollte sich die Katze vielleicht sogar an Ihnen festgebissen haben (das tat
Mickey immer), versuchen Sie auf keinen Fall die Katze von sich los zu lösen,
sondern ertragen Sie bitte den Biß und den Schmerz (ich weiss..das tut oft
sehr weh). Streicheln Sie die Katze dabei, reden Sie ihr zu, wie ich es oben
schon schrieb, leise und ruhig. Die Katze wird Ihren Biß von sich aus lösen
und je öfter Sie bei einer solchen "Beißattacke" so reagieren und sie streicheln
und mit ihr reden, desto seltener werden diese Attacken bis sie irgendwann
ganz verschwunden sind.
Das Grundprinzip meiner
Gesprächs- u. Streicheltherapie ist ganz einfach:
- niemals ein lautes Wort
oder gar ein Tritt oder eine Strafe dem Tier gegenüber,
- mit dem Tier sprechen,
ganz normal & ruhig und dem Tier immer wieder sagen, welchen Stellenwert es
in Ihrem Leben hat
- Panik-,Unsauberkeits-
oder Beißattacken nicht mit Groll gegenübertreten sondern mit dem Tier reden,
es streicheln und ihm dabei sagen, was man von ihm "erwartet".
Es wäre zu komplex, nun
auf jeden Einzelfall einzugehen, doch wie oben beschrieben kann man eigentlich
auf fast jede "Unart" reagieren und positiv einwirken. Ich arbeite viel und
häufig nach der Methode, eben um auch unvermittelbare Tiere wieder vermittelbar
zu machen oder um Tierhaltern die Freude an ihrem Tier zurückzugeben. Ich habe
bisher keine negativen Erfahrungen gemacht.
Sollten Sie eine spezielle
Frage haben oder ein konkretes Problem, so dürfen Sie mich sehr gerne anmailen,
ich stehe Ihnen jederzeit zur Verfügung .
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